Egetmanns Schweflmaschin

Jedes Jahr, auch in jenen, in denen kein Egetmann-Umzug stattfindet, veröffentlicht der Egetmann-Verein Tramin seine Fasnachtszeitung "Egetmanns Schweflmaschin".

Eine kleine Gruppe von Fasnachtlern, welche die "Schwefler" genannt werden, beginnt schon kurz nach dem Dreikönigsfest mit dem Sortieren der Berichte, Reime und Verse, die von der Bevölkerung zugeschickt werden. Im Laufe des Jahres werden von den Schweflern und den Traminern die Dummheiten und Ausrutscher aus dem Dorfleben gesammelt, notiert und dann in der Fasnachtszeitung in gereimter und ungereimter Weise präsentiert. Diese mundartliche und illustrierte Dorfchronik wird in einer Auflage von 600 bis 800 Stück gedruckt. Für die meisten Geschichten werden auch die dazugehörigen Zeichnungen und Karikaturen von Meisterhand angefertigt.

Immer am "Unsinnigen Donnerstag" wird die "Schweflmaschin" in jedem Traminer Geschäft von der Bevölkerung sehnsüchtig erwartet, um zu sehen, ob man nicht selber auch darin genannt oder abgebildet wird, was für viele ja Ehrensache zu sein scheint.

Da jeder Traminer irgendwann, irgendwie und irgendwo irgendetwas Dummes oder Witziges "verzapft", ist sich auch niemand sicher, ob er sich nicht in der nächsten Ausgabe der "Schweflmaschin" wiederfindet, natürlich mit Anteilnahme der gesamten Traminer Dorfbevölkerung.

  • Keiner ist ein reiner Engel,
    jedermann hat seine Mängel.
    Diese Mängel auszuschlachten,
    dahin geht heut' unser Trachten
    und bei aller Nächstenliebe,
    heut kriegt jeder seine Hiebe.
    Drum: die keinen Spaß vertragen,
    brauchen nicht erst aufzuschlagen.
  • Die Empfindlichen und Faden,
    werden hiermit ausgeladen
    und die keinen Spaß versteh'n
    soll'n sofort nach Hause geh'n.
    Wem es jetzt noch nicht vermiest,
    und wer bleibt und weiterliest,
    dieser hat es so gewullt
    und ist selber daran Schuld!